KL-Aktuell

Saisonende mit Abstieg und Abschied

Die Kaiserslautern Pikes verloren ihr letztes Saisonspiel in der Regionalliga Mitte mit 0:31 gegen die Gießen Golden Dragons. Damit belegen die Hechte mit 2:12 Punkten den letzten

Tabellenplatz und steigen in die Oberliga ab.

„Gießen war der erwartet starke Gegner. Sie haben von Beginn an gezeigt, dass sie zu Recht auf Rang zwei stehen“, zollt Headcoach Stefan Heiler dem Kontrahent Respekt. Gleich mit dem erstens Ballbesitz erzielten die Gäste den Touchdown zum 7:0.

Die Pikes dagegen fanden nicht in die Partie. Auf der Quarterback-Position startete Kai Konhäuser, der eigentlich für das Bälle fangen zuständig ist. Er war damit bereits der fünfte Akteur den die Pikes auf der Spielmacher Position in dieser Saison einsetzten. Marcus Wright, der in den vergangenen Spielen häufig die Quarterback-Position übernahm, begann das Spiel zunächst als Receiver und Tight End. „Wir wollten mit Marcus eine große Anspielstation haben, der zudem im Laufspiel noch als Blocker eingesetzt werden kann“, erklärt Heiler den Wechsel von Wright zu Konhäuser. Dieser Plan ging aber nicht auf.

Durch schlechte Snaps und dem starken Druck der gegnerischen Verteidiger hatte Konhäuser keine Zeit einen freien Receiver zu finden. So landete der Ball im ersten Angriffszug in den Händen der Golden Dragons. Die anschließend die gute Feldposition nutzten und zum 14:0 erhöhten. Nach einem weiteren Touchdown stand zur Viertelpause bereits 21:0 für Gießen.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Die Pikes leisteten sich Ballverluste und Gießen bewegte den Ball nach Belieben. Einmal gelang es der Hechte-Abwehr die Gäste aufzuhalten und zu einem vierten Versuch zu zwingen. Doch auch dann war den Hausherren das Glück nicht hold. Trotz orkanartigen Böen verwandelten die Gäste ein 40-Yard-Fieldgoal zum 24:0.

Erst danach fand die Pikes-Offensive etwas ihren Rhythmus und erspielte sich einige erste neue Versuche. Mittlerweile übernahm Marcus Wright wieder die Quarterback-Position, dem es etwas besser gelang die schlechten Snaps unter Kontrolle zu bekommen. Allerdings sprangen auch keine Punkte für die Gastgeber heraus. Gießen legte stattdessen noch einen Touchdown zum 31:0 nach. „Die Vorstellung in der ersten Hälfte war schon erschreckend. Ich habe den Jungs gesagt, dass ich in der zweiten Halbzeit nur Spieler auf dem Feld sehen will die Einsatz zeigen“, schildert der Cheftrainer seine Halbzeitansprache.

Nach dem Wechsel war die Partie auch offener. Gießen nahm zwar einen Gang raus, hatte aber dennoch Ambitionen noch weitere Punkte nachzulegen. Doch die nun besser agierende Pikes-Defensive ließ keine Zähler der Golden Dragons mehr zu. Auch der Angriff lief nach der Pause besser, allerdings blieben den Hechten im letzten Saisonspiel eigene Punkte verwehrt. In ihrem  besten Angriffszug spielten sich die Pikes bis kurz vor die Endzone der Gäste. Dort behielt dann Marcus Wright den Ball selbst und lief durch die Mitte zum Touchdown. Jedoch erkannten die Schiedsrichter den Lauf wegen eines Blocks in den Rücken nicht an. Durch die Strafe mussten die Gastgeber 10 Yards zurück, wo dann Wright im nächsten Spielzug vom  Gegner für 10 Yards Raumverlust gesacked wurde. Im folgenden vierten Versuch entschieden sich die Pikes für einen Fieldgoalversuch, der aber viel zu kurz geriet. „Die Jungs hätten sich die Punkte verdient gehabt, aber das passt zu unserem Saisonverlauf“, bedauerte Heiler diese Situation.

Nach der Partie verabschiedete sich Stefan Heiler von der Mannschaft, der als Headcoach der Kaiserslautern Pikes zurücktritt. „Die Entscheidung stand schon länger fest und war mit dem Vorstand abgesprochen“, sagte Stefan Heiler, der nach 27 Jahren als Spieler und Coach seine Footballschuhe an den Nagel hängt. Er wolle mehr Zeit für die Familie haben und jetzt erstmal die Freizeit genießen. Abschließend bedankte sich Heiler bei der Mannschaft, die die schwierige Saison mit ihm durchgestanden habe und bei den Fans, die immer zum Team standen.

Die Pikes haben bereits einen Kandidaten als Nachfolger für Stefan Heiler. Allerdings soll diese Personalie erst mit der neuen Vereinsführung, die auf der Mitgliederversammlung am 16. September gewählt wird, abgestimmt werden.

Im Vorstand des Vereins wird es einen großen Umbruch geben. Das bisherige Team um Präsident Stefan Bräuning und zweitem Vorsitzenden Robert Kessler wird sich nicht zur Wiederwahl stellen. „Die Weichen für die Zukunft sind gestellt, allerdings bedarf es jetzt eines neuen Führungsteams, die die Dinge anpackt“, so Kessler.

Quelle: http://www.pikesnet.de


 

Ihre Online-Zeitung Kaiserslautern

Bei KL-Aktuell finden Sie aktuelle Nachrichten und viel Wissenswertes um die Region Kaiserslautern. Wir berichten seit 2007 aus dem Herzen der Stadt für die Bürger der Stadt. Touristen erhalten einen Überblick über die Stadt Kaiserslautern und Ihre vielfältigen Sehenswürdigkeiten.

 

Impressionen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.